#Corona bestimmt die Nachrichten und unseren Alltag – besonders inhaber*innengeführte Läden, Gastros und Freizeitangebote in der Nachbarschaft stehen jetzt vor einer großen Herausforderung: Mit ausbleibender Kundschaft durch bundesweit geltende Ausgangsbeschränkungen fallen Einnahmen weg … Während wir nach wochenlanger gesellschaftlicher Isolation so was von nach Livekultur und dem Verweilen an unseren Lieblingsspots um die Ecke dürsten, hoffen wir gleichzeitig, dass es unsere Stammkneipe, unser liebstes Arthousekino und den süßen Interieurladen in der Seitengasse immer noch geben wird, sobald dieser surreale, wahr gewordene Albtraum endet.
Bei #einmalohnebitte geht es nicht nur darum, unnötigen Verpackungsmüll beim Einkauf einzusparen, sondern eben auch darum, all die feinen Einkaufsmöglichkeiten vor der eigenen Haustüre zu nutzen und somit die lokale Infrastruktur und die Nachbarschaft zu stärken. Deshalb haben wir versucht, ein Potpourri an Angeboten zusammenzutragen, wie ihr ortsansässigen Unternehmen und Gastros mit Spenden, Gutscheinen, Bestellungen usw. durch diese Krise helfen könnt. Die Liste ist – bei der unglaublichen (yeah!) Fülle an Plattformen – keinesfalls vollständig, wir bemühen uns jedoch, alles, was uns zu Ohren kommt, hier einzutragen. Wenn ihr Ergänzungen habt, schreibt uns gerne! 😉
Okay, let’s go!
#muenchenhältzamm
Eine stetig wachsende Übersicht über allerlei Unterstützungsmöglichkeiten geben supportyourlocals_muenchen sowie diese Zusammenstellung von muenchen.de. Kaffee- bzw. Caféliebhaber*innen schauen am besten gleich bei Respekt Herr Specht vorbei, hier sind viele schöne Lokalitäten mit Supportmöglichkeiten gelistet. Falls euch nicht nach Kochen ist oder ihr mal wieder Lust auf was Besonderes habt – Auf die Faust, die Munich Foodys, der Gastrobenni, München hält zamm und Giesing to go zeigen euch, welche Gastros (neuerdings) Lieferdienst und/oder Take-away anbieten. Einige Münchner Restaurants sind auch schon bei Support your Local Gastro dabei, einer Initiative, die von dem Team von Vytal gestartet wurde. Hier gibt’s eure Leckereien in Mehrwegboxen – müllfrei. Und nicht nur was für Hungrige: Die Süddeutsche Zeitung bündelt Bringdienste schön anschaulich auf dieser Karte. Über die neu gestartete Kampagne Lokalsupport Giesing sowie das Pendant Lokalsupport Schwabing und die stadtteilunabhängige Plattform Lokal Support München könnt ihr eurem Stammcafé ein digitales Trinkgeld aka Spende zukommen lassen. Auch eine schöne Idee: Wenn ihr über Fyndery eine virtuelle Halbe trinkt, gehen 50 % der Erlöse an Münchner Bars und die anderen 50 % an die Stiftung Ambulantes Kinderhospiz München und an Münchner Freiwillige e. V. Eine dritte Möglichkeit neben Spende und Lieferservice ist der Kauf von Gutscheinen; bei PicturedbyBetty findet ihr eine schöne Auswahl für die verschiedensten Anlässe, Südsaver hat Angebote speziell für den Münchner Süden und für die Foodies unter euch hat Helfen.München ein paar Tipps parat. Oder ihr kauft über das MUCBOOK etwas #AMORE für eure Locals. Speziell für die Münchner Kreativwirtschaft steht diese Übersicht für Interessierte bereit. Die geballte Ladung Münchentipps mit diesen und weiteren Initiativen gibt es von Mit Vergnügen München, im MUCBOOK und bei curt nach dem Motto „Help your Monacos!“ Und wie ihr abgesehen von Gutscheinen & Co. physisch helfen könnt, findet ihr hier. Nicht nur geben, sondern auch nehmen: lasst euch von diesen 11 schönen Aktionen von und für Münchner*innen in den Bann ziehen.
Bayernweit
Wer weiter nördlich von München wohnt: Auf der Seite der Innenstadt Freising findet ihr sämtliche Läden, die sich über euren Support freuen. Über Save Your Local Wirtshaus könnt ihr bei Gastros in Fürstenfeldbruck bestellen, Essen liefern lassen oder euch mit Gutscheinen eindecken. Liefer- und Abholservices in Erding findet ihr hier. Richtung Ammersee und in Königsdorf gibt es zwei unterstützenswerte Lokalitäten, die bei Luisa Brendel Design präsentiert werden. Und wer auch eher südlich von München angesiedelt ist, wird vielleicht auf den Übersichten für den Landkreis Ebersberg oder für die Regionen Mangfalltal, Chiemgau, Wasserburg, Mühldorf/Altötting und Berchtesgadener Land fündig. Rosenheimer*innen schauen hier oder auf der Seite der Bürger*inneninitiative Rosenheim verbindet vorbei. Wer in Oberfranken zu Hause ist, schaut auf Help Bayreuth City, We love EBS oder We love Pegnitz nach. Regensburger*innen werfen einen Blick auf Geschenke aus Regensburg oder auf diese umfangreiche Zusammenstellung, die sich auf die ganze Oberpfalz und auch Niederbayern bezieht. Eine weitere Initiative ist Support your Lokal, die sich auf Landshut konzentriert. Plattformen, die bayernweite Möglichkeiten bündeln, sind z. B. Rette deinen Lieblingsladen oder die Karte der Lokalhelden und des Münchner Merkurs. Wer darüber hinaus Verbundenheit mit anderen Menschen in Bayern sucht, kann sich in der von Antenne Bayern initiierten Facebookgruppe Bayern hält zusammen umsehen, mitdiskutieren, seine Hilfe anbieten und gemeinsame Sorgen teilen.
Deutschlandweit
Kultur
Sobald ein neuer Film startet, bist du eine*r der ersten, die*der das Kino um die Ecke stürmt? Indem du über #hilfdeinemkino Kinowerbung ablaufen lässt, kannst du dein liebstes Filmtheater unkompliziert unterstützen. Und wenn du genug von der Kinowerbung hast, schau gleich weiter auf Grandfilm – hier kannst du tolle Filme on demand streamen; die Hälfte der Einnahmen gehen an kleine Partnerkinos in ganz Deutschland, ähnlich funktioniert auch Kino on Demand. Das Kino Arsenal in Berlin hat kurzerhand einen eigenen Streamingdienst öffentlich zugänglich gemacht – hier siehst du tolle Filme, die jetzt eigentlich auf Festivals laufen würden, und kannst, wenn es dir gefallen hat, einen Obolus in die Förderkasse werfen. Als Leseratte kannst du deinen Lektüredurst über genialokal stillen – Bücher online bestellen und in einem inhabergeführten Buchladen deiner Wahl abholen. Diese detaillierte Liste zeigt dir, welche Möglichkeiten es gibt, den Kulturbetrieb zu fördern.
Gutscheine und Spenden
Über Startnext kannst du schon länger coole Projekte und Initiativen mitfinanzieren – aufgrund der aktuellen Lage hat die Plattform gefährdete Unternehmen und Kulturbetriebe dazu aufgerufen, jeweils eigene Kampagnen (hier z. B. mit Schwerpunkt Barbetrieb) zu starten – vielleicht ist euer Hotspot auch schon dabei? Und sonst gibt es eine ganze Reihe an Plattformen, auf denen ihr Gutscheine von Läden in der Nachbarschaft erwerben oder diese kinderleicht durch eine Spende unterstützen könnt, wie z. B. kiezretter, SupportMyLocals sowie Support Your Local, zmyle, supportsmallbusiness und gutundschein. Stammi, Lokal.Help und LokalKonsum sind auch weitere Plattformen mit teilnehmenden Städten in ganz Deutschland. Bei Kauf Nebenan kannst du sogar frei wählen, ob du einen Gutschein oder spenden möchtest; hier gibst du deinen Lieblingsladen (egal wo in Deutschland) an und die Initiative übernimmt die Abwicklung mit deinem Local Hero. Oder wie wär’s, wenn du einer Bar deiner Wahl via Support Your Local Bar digitales Trinkgeld spendierst, wenn du dir das nächste Mal ein Bierchen daheim aufmachst? Mit Locall kannst Du dich sogar mit Freund*innen oder Fremden virtuell in einer Lokalität treffen, chatten und spielen und durch eine digitale Mahlzeit dieses Restaurant/Café unterstützen. Wenn du genügend virtuelle Social Points gesammelt hast, gibt’s, sobald wir wieder zur Normalität zurückkehren, ein Käffchen aufs Haus – da kommt Vorfreude auf! Eine wunderbare Idee ist auch PayNowEatLater, wo ihr Gutscheine für Cafés und Restaurants kaufen und euch auf ein leckeres Essen in der Zukunft freuen könnt.
Onlineshops, Lieferdienste, Take-away
Wer nicht länger auf etwas warten möchte, kann bei bestimmten Läden online bestellen, Essen z. B. bei Local Gastro, anderes bei Kauf daheim und lokalkauf. Mit persönlicher Beratung und einem neuartigen Einkaufserlebnis lockt Wir Von Hier, wie so viele hier genannte Plattformen entstanden während des Hackathons der Bundesregierung. Wer mit Too Good To Go bereits übriggebliebene Speisen vor der Tonne gerettet hat, kann zurzeit gezielt Ausschau nach WeCare-Partnern halten – darüber können Läden temporär Speisen der normalen Karte zum vollen Preis einstellen, die ihr euch reservieren und zu Hause schmecken lassen könnt. Und apropos Essen: Die Karte von Slow Food zeigt euch Lebensmittelerzeuger*innen und Gastronom*innen, die sich mit voller Leidenschaft regionalen Lebensmitteln verschrieben und, wenn noch nicht vorhanden, nun kurzerhand Hofläden, Onlineshops und Lieferdienste auf die Beine gestellt haben. Außerdem lohnt es sich, einen Blick auf Findeling zu werfen, hier werden kleine Läden vorgestellt; viele davon haben ihren Feed angepasst und machen nun Supportmöglichkeiten deutlich sichtbar.
Konkrete Städte und Regionen
Viele Städte haben ihre eigenen Listen und Überblicke, eine Auswahl: In Berlin könnt ihr auf Helfen.Berlin Gutscheine für eure Lieblingsorte kaufen oder euch auf Please Don’t Close eine Reihe an Möglichkeiten angucken, eure Nachbarschaft finanziell zu unterstützen. Das Berliner Nachtleben rettet ihr ganz einfach hier, und welche Gastro jetzt was wie anbietet, findet ihr in einer schönen Auflistung bei Stil in Berlin. Eine Übersicht, wo ihr in Brandenburg konkret helfen könnt, findet ihr bei der Märkischen Allgemeinen. Wer in Nordrhein-Westfalen bei Bielefeld, Paderborn und Detmold wohnt, wird seine Lieblingsläden bei Helfen OWL wiederfinden. Radio Bonn hat eine schöne Liste zusammengestellt, hier ist eine Auflistung von Lieferdiensten in Dortmund und hier eine für Frankfurt/Main. Einwohner*innen aus Göttingen schauen auf diesen Überblick des Göttinger Tagesblatts. Läden in Halle in Westfalen präsentieren sich hier, während Hamburger*innen einen Blick in die Eimsbütteler Nachrichten oder auf Instagram bei @locals.hamburg werfen. Auch durch ein Nicht-Festival können Bewohner*innen der Hansestadt und ihre Freund*innen Kulturschaffende unterstützen. Hannover hilft sich über Hannover Helfen oder unterstützt neben der Gastronomie Sportvereine und öffentliche Einrichtungen mit STOYL – Save the ones you love (auch in Hildesheim). In Leipzig findet man eine Übersicht an Geschäften in der Volkszeitung, unterstützt Cafés bei dieser Kampagne und kauft schon mal Solitickets für die Post-Corona-Zeit, um die Clubs und Spielbetriebe der Stadt durch die Krise zu helfen. Einwohner*innen aus Lübeck und Umgebung werden bei den Lübecker Nachrichten fündig, Kölner*innen spendieren virtuelle Espressi bei Espresso für Kölle, kaufen Gutscheine beim Veedelsretter und lassen sich von ihren Restaurants über Mer sin eins beliefern (dank Mehrwegboxen und den Wupper*innen von Vytal sogar müllfrei, auch in Heinsberg). Ein T-Shirt kaufen, Liebe für lokale Gastros zeigen und gleichzeitig spenden? Das geht in Mönchengladbach mit Support Your Local Heroes. Münsteraner*innen finden ihren Laden um die Ecke bei LokalSupport, genauso wie die Stuttgarter*innen. Diese können außerdem online über Einzelheld beim Einzelhändler um die Ecke bestellen. Und für alle Baden-Württemberger*innen, die südlicher als in Stuttgart wohnen: Die Initiative, die wie ihr Namensvetter auch Support Your Local Gastro heißt, bündelt Restaurants mit Lieferservice zwischen dem südlichen Schwarzwald und dem Bodensee. Über Lokalsupport wirst Du übrigens direkt zu einer lokalen Initiative weitergeleitet, wenn es eine gibt. Weitere tolle Initiativen in weiteren Städten wurden und werden laufend bei t3n zusammengetragen (siehe unten auf der Seite und in den Kommentaren).
Europaweit
Please Don’t Close hat auch Partner in London, Malta und Mailand, während PayNowEatLater neben Berlin genauso in Zürich möglich ist. Bei LokalKonsum sind übrigens auch ein paar kleine Läden gelistet. Für alle, die in Österreich leben, sind vergleichbare Gutscheinplattformen wie Vorfreude.Kaufen und Zusammen Leiwand eine Anlaufstelle, und für die Wiener*innen unter Euch: Die lokale oikos-Gruppe hat da eine hübsche Plattform auf die Beine gestellt.
Deine Hood/dein Kiez ist nicht dabei?
Wie du allein an diesem Beitrag siehst, ist die Menge der Listen, Übersichten, Plattformen und Initiativen unerschöpflich. Sicherlich bekommen durch diese Diffusion viele Läden, die genauso auf unsere Solidarität angewiesen sind, nicht die Aufmerksamkeit, die sie verdienen. Wenn also dein Lieblingscafé, die Boazn um die Ecke, der süße Laden nebenan nirgendwo online gelistet ist – schau auf deren Website oder Social-Media-Kanälen vorbei, und wenn du auch dort nicht die Infos findest, die du suchst, frag konkret bei den Ladeninhaber*innen nach, wie du ihnen helfen kannst.
Für betroffene Ladeninhaber*innen und Gastronom*innen
Vernetzt euch untereinander auf 2gather und ladet euch für eure Gastro Aufmerksamkeit erregende Poster beim GastroRetter herunter. Klickt euch durch die obigen Plattformen und Listen durch und nehmt mit den Initiator*innen Kontakt auf – gerne nehmen diese euch in ihre Auflistungen auf! Wenn ihr vor Herausforderungen steht, wie ihr euren Betrieb umstellen und an die neuartige Situation anpassen könnt – schaut auf Gemeinsam Digital vorbei, wo euch Expert*innen aus verschiedenen Bereichen zur Seite gestellt werden.
Egal wo du bist
Unterstütze Kultur mit den Kulturrettern, die mit dem Erlös ein 26-tägiges Kulturprogramm auf die Beine stellen werden, dem du von überall, wo es Internet gibt, folgen kannst. Gib bereits gekaufte Tickets für abgesagte Shows nicht zurück; so bleibt ein Teil der Einnahmen für Veranstalter*innen und Künstler*innen erhalten. Spende so viel du möchtest an WeKickCorona, eine Initiative, die von Profifußballern ins Leben gerufen wurde – die gesamte Spendensumme wird auf soziale und karitative Einrichtungen, die gerade Unglaubliches leisten, verteilt. Shoppe Faire Fashion online, eine Liste findest du hier und hier. Geh für ältere, chronisch kranke und andere gefährdete Mitmenschen einkaufen und bring deine Hilfsbereitschaft mit diesem Aushang, auf nebenan.de, bei den QuarantäneHeld*innen oder den Coronahelpfriends und auf Wir gegen Corona zum Ausdruck. Melde dich als Erntehelfer*in bei Das Land hilft, Bauer sucht Hilfe oder Land Arbeit, denn durch die Coronakrise und die fehlenden Erntehelfer*innen sind auch Landwirt*innen auf tatkräftige Unterstützung angewiesen (diese können auf der Plattform gleichfalls Gesuche aufgeben). Schreibe einen lieben Brief z. B. an Bewohner*innen von Seniorenheimen und anderen Einrichtungen, werde Sprachmittler*in in medizinischen Notfällen, nähe Behelfsmasken oder werde Telefonseelsorger*in – die Möglichkeiten, wie du dich selbst einbringen kannst, sind unendlich: Ideen, auf die man nicht sofort kommt, haben Utopia, die Süddeutsche Zeitung, Mit Vergnügen, This is Jane Wayne und die Fashion Changers zusammengetragen.
Bevor du dir auf die Schulter klopfst, weil du es bis hierher geschafft hast – der Schwall an Informationen sei uns verziehen – sei noch hinterhergeschoben: Halte ausreichend Abstand, achte auf die Nies- und Hustetikette, trage Mundschutz an Orten mit vielen Menschen, wenn du diese nicht vermeiden kannst, bleib ansonsten möglichst daheim und achte auf eine gründliche Handhygiene, denn das Wichtigste ist:
Bleib gesund!
PS: Die Nachbarschaft und kleine Läden stärken – schön und gut, aber du brauchst stattdessen selbst Unterstützung beim Einkauf oder einfach nur ein offenes Ohr? Auf dieser Liste findest du hilfreiche Telefonnummern und auch gemeinschaft.online hilft dir weiter. Gerne teilen!